Armeniens geliebtes Barbecue – dicke Schweinebauch-, Lamm- oder Hähnchenstücke über glühenden Kohlen gegrillt und mit Lavash, gegrilltem Gemüse und frischen Kräutern serviert.
Khorovats ist Armeniens Nationalgericht und kulturelle Institution – das Wort bedeutet sowohl den Grillvorgang als auch das gesellige Ereignis rund um den Grill. Es ist mehr als Essen: Es ist ein soziales Ritual, der Mittelpunkt jeder armenischen Feier von Hochzeiten bis Silvester. Das Fleisch – Schweinehals, Lammrippchen oder Hähnchen – wird dick geschnitten, einfach in Zwiebel, Pfeffer und Salz mariniert, dann über glühenden Obstkohlen gegrillt, bis es außen angebrannt und innen saftig ist. Das Ritual des Khorovats ist in der armenischen Tradition tief männlich konnotiert, wobei der Hausherr als Stolz der Familie den Grill übernimmt. Auf Lavash-Fladenbrot mit gegrillten ganzen Tomaten, Paprikaschoten und Auberginen serviert und von frischem Estragon, Basilikum und Frühlingszwiebeln begleitet, ist Khorovats Armenien in einer einzigen Mahlzeit.
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Fleisch mit geriebener Zwiebel, schwarzem Pfeffer und Salz vermischen. Die Zwiebel mit den Händen in das Fleisch einarbeiten. Mindestens 1 Stunde bei Raumtemperatur ruhen lassen oder über Nacht im Kühlschrank marinieren.
Armenisches Khorovats verwendet eine minimale Marinade – die Qualität des Fleisches und der Kohle machen die Arbeit. Nicht verkomplizieren.
Holzkohle anzünden und warten, bis sie weißgrau wird und keine sichtbaren Flammen mehr vorhanden sind – etwa 30–40 Minuten. Die Kohlen sollten beim Anblasen rot glühen, aber keine Flamme produzieren.
Fleisch auf Spieße stecken oder auf dem Grillrost platzieren. Über mittelheiße Kohlen legen, alle 5–6 Minuten wenden, insgesamt 20–25 Minuten, bis außen angebrannt und durchgegart. Schweinehals sollte intern 70 °C erreichen.
Ganze Tomaten, Paprikaschoten und Auberginen direkt auf den Kohlen oder neben dem Fleisch auf dem Grill grillen, bis sie angebrannt und weich sind. Auberginen und Paprikaschoten schälen, wenn sie kühl genug sind.
Lavash auf einem großen Brett auslegen. Fleisch und gegrilltes Gemüse darauf anhäufen. Mit frischem Estragon, Basilikum und Frühlingszwiebeln bestreuen. Familienweise servieren.
Schweinehals (Boyun) ist der ideale Schnitt – seine Fettmarmorierung hält ihn über den Kohlen saftig.
Obstholz (Aprikose oder Kirsche) gibt das authentischste armenische Raucharoma.
Die geriebene Zwiebel in der Marinade macht das Fleisch zarter – nicht auslassen, auch wenn man nicht sofort grillen kann.
Salz erst ganz am Ende abschmecken – Aromen konzentrieren sich beim Einreduzieren, und eine letzte Prise Flockensalz schärft das ganze Gericht.
Hähnchenschenkel für eine magerere Version verwenden – Marinade mit Zitronenschale ergänzen.
Granatapfelmelasse zur Marinade für fruchtige Tiefe hinzufügen.
Vegetarisches Khorovats mit ganzen Auberginen, Paprikaschoten und Halloumi.
Vegetarisch: Das Protein durch gebratene Kräuterseitlinge, geräucherten Tofu oder gekochte Kichererbsen ersetzen – Würzung leicht erhöhen zum Ausgleich.
Am besten direkt vom Grill essen. Reste halten sich 2 Tage im Kühlschrank – in einer heißen Pfanne aufwärmen.
Khorovats hat alte Wurzeln in der armenischen Kultur, mit Belegen für rituelles Fleischgaren über Feuer, das Jahrtausende in der Kaukasusregion zurückreicht. Das Gericht entwickelte sich zu seiner modernen Form als Armeniens wichtigstes Gemeinschaftsessen, untrennbar von Feiern und Familienleben. International hat die armenische Diaspora die Khorovats-Kultur weltweit verbreitet, und es wird bei jedem armenischen Gemeinschaftstreffen von Los Angeles bis Paris serviert.
Schweinehals ist die traditionelle Wahl – seine gut marmorierte Fettschicht hält es feucht und aromatisch beim Grillen. Schweineschulter ist eine gute Alternative. Magere Schnitte wie Lende vermeiden – sie trocknen über Kohlen schnell aus.
Eine gusseiserne Grillpfanne bei hoher Hitze ergibt ein gutes Ergebnis. Man bekommt keinen Holzkohlenrauch, aber Grillmarkierungen und Karamellisierung replizieren die Textur. 4–5 Minuten pro Seite garen.
Ja – die meisten Komponenten können bis zu einen Tag im Voraus zubereitet und separat im Kühlschrank aufbewahrt werden. Kurz vor dem Servieren sanft erwärmen und zusammenstellen, damit die Texturen erhalten bleiben.
Orientieren Sie sich an der Funktion jeder Zutat: Aromatika durch ähnliche ersetzen (Schalotte statt Zwiebel, Limette statt Zitrone) und das Fett-Säure-Salz-Gleichgewicht beibehalten. Gewürzmischungen lassen sich meist mit dem annähern, was im Schrank vorhanden ist.
Pro Portion · 4 Portionen insgesamt
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