
Die lebhafte, kräuterreiche Cousine des Klassikers — Eier pochiert in einer Sauce aus Spinat, Mangold, grünen Paprika, Jalapeño und einer großzügigen Handvoll Koriander und Petersilie. Ein modernes Tel Aviver Brunch-Klassiker.
Grüne Shakshuka ist in der letzten Dekade aus der kreativen Brunchkultur Tel Avivs als frisches Gegenstück zur klassischen roten Tomatenversion entstanden. Die grüne Sauce wird aus Spinat, Mangold, grünen Paprika, Jalapeño, Zwiebel und Knoblauch aufgebaut, zu einer dicken, lebhaften Basis eingekocht, dann mit Labneh oder Frischkäse angereichert, bevor die Eier eingebettet und pochiert werden. Die Sauce ist ein tiefes, erdiges, kräutergesättigtes Grün und der Geschmack ist gleichzeitig frisch und reichhaltig. Mit Pita oder Challah zum Aufsaugen der Sauce serviert, ist sie zu einem der prägenden Gerichte der israelischen modernen Frühstückskultur geworden.
Dient 4
Olivenöl in einer weiten Pfanne erhitzen. Zwiebel und grüne Paprika 8 Min. weich dünsten. Knoblauch, Jalapeño, Kreuzkümmel und Kurkuma hinzufügen, 1 Min. rühren.
Spinat und Mangold portionsweise hinzufügen. Rühren und kochen, bis alles vollständig zusammengefallen ist, 5 Min. Das Volumen reduziert sich drastisch.
Die Hälfte der Masse in einen Mixer geben oder mit einem Stabmixer zur Hälfte glatt pürieren — zurück in die Pfanne geben. Das ergibt eine Sauce, die sowohl glatt als auch mit Textur ist.
Teilweises Pürieren gibt der Sauce Körper und Cremigkeit, während sichtbare grüne Stücke erhalten bleiben.
Koriander, Petersilie, Labneh und Salz einrühren. Die Sauce sollte dick genug sein, um die Eier zu tragen.
6 Mulden in die Sauce drücken. Je ein Ei hineinschlagen. Abdecken und bei schwacher Hitze 5–7 Min. kochen, bis das Eiweiß gestockt, das Eigelb aber noch flüssig ist.
Zerbröckelten Feta und restlichen frischen Koriander darüberstreuen. Direkt aus der Pfanne mit warmem Pita oder Challah servieren.
Das Abdecken der Pfanne ist zum Pochieren der Eier unerlässlich — der Dampf gart die Oberseiten, ohne wenden zu müssen.
Labneh oder Frischkäse verleiht Reichhaltigkeit und hilft, die Sauce zu binden — nicht weglassen.
Salz erst ganz am Ende abschmecken — beim Einreduzieren der Flüssigkeit konzentrieren sich die Aromen, und eine letzte Prise Flockensalz schärft das gesamte Gericht.
Mise en place zahlt sich aus: Alles hacken, abmessen und vorbereitend mischen, bevor der Herd angeht — besonders für Schritte, die sich schnell entwickeln.
Za'atar darüberstreuen für eine israelische Kräuternote
Avocadoscheiben als Tel Aviv-Café-Präsentation beilegen
Grünkohl statt Mangold für ein leicht bittereres, kräftigeres Aroma verwenden
Vegetarisch: Das Protein durch gebratene Kräuterseitlinge, geräucherten Tofu oder gekochte Kichererbsen ersetzen — Gewürze leicht nach oben anpassen.
Die grüne Sauce ist 3 Tage gekühlt haltbar. Eier jedes Mal frisch pochieren.
Grüne Shakshuka ist eine israelische Innovation des 21. Jahrhunderts, die aus der Restaurant- und Cafészene der Tel Aviver Viertel Florentin und Dizengoff in den 2010er Jahren entstanden ist. Sie spiegelt die breitere Modernisierung der israelischen Esskultur wider — die geliebte rote Shakshuka-Vorlage auf eine Kräuter- und Grüngemüse-Basis zu übertragen, inspiriert von nahöstlichen und nordafrikanischen Grünkräutertraditionen.
Labneh ist abgetropfter Joghurtkäse, im gesamten Levant verbreitet und in nahöstlichen Lebensmittelgeschäften erhältlich. Er hat eine dicke, frischkäseartige Konsistenz mit einem frischen, herben Geschmack. Vollfetter griechischer Joghurt ist der nächste Ersatz — er ist etwas weniger reichhaltig, liefert aber eine ähnliche Säure.
Ja — die meisten Komponenten können bis zu einem Tag im Voraus zubereitet und separat gekühlt werden. Vor dem Servieren sanft erwärmen und erst dann zusammenstellen, damit die Texturen erhalten bleiben.
Behalte die Funktion jeder Zutat im Blick: Aromatika durch ähnliche ersetzen (Schalotte statt Zwiebel, Limette statt Zitrone) und das Gleichgewicht aus Fett, Säure und Salz bewahren. Gewürzmischungen lassen sich meist mit Vorräten aus dem Schrank annähern.
Authentizität liegt auf einem Spektrum — wichtiger ist es, die Technik und das Gleichgewicht der Aromen zu wahren. Wenn das Gericht harmonisch schmeckt und die Art, wie Köche in seiner Heimatregion es aufbauen, respektiert, bist du auf dem richtigen Weg.
Pro Portion · 4 Portionen insgesamt
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