
Myanmars außergewöhnlicher fermentierter Teeblattsalat — ein komplexes Sammelsurium aus eingelegten Teeblättern, knusprig gebratenem Knoblauch, geröstetem Sesam, Erdnüssen und getrockneten Garnelen.
Lahpet Thoke ist Myanmars unverwechselbarstes und geliebtestes Gericht — ein Salat, der auf eingelegten Teeblättern (Lahpet) basiert, einer Konservierungstechnik, die in der Kulinarik weltweit einzigartig für Myanmar ist. Fermentierte Teeblätter werden mit gebratenem Knoblauch, gerösteten Sesamkörnern, gerösteten Erdnüssen, getrockneten Garnelen, gerösteten Sonnenblumenkernen, halbierten gelben Erbsen, Tomaten und Limettensaft vermischt, um einen Salat von außerordentlicher Textur- und Geschmackskomplexität zu schaffen. Jede Zutat spielt eine Rolle: Das Lahpet verleiht gerbstoffige Erdigkeit und sanfte Bitterkeit, der gebratene Knoblauch fügt Knusprigkeit und Süße hinzu, die getrockneten Garnelen bringen Umami-Tiefe, und die Limette und Chili sorgen für Frische und Schärfe. In Myanmar gilt das Essen von Lahpet als Geste des Friedens und der Gastfreundschaft — Gästen wird es zur Begrüßung angeboten. Es ist auch international außerordentlich beliebt geworden, seit sich birmanische Restaurants auf der ganzen Welt verbreitet haben.
Dient 4
Öl in einer kleinen Pfanne bei mittlerer Hitze erhitzen. Dünn geschnittenen Knoblauch hinzugeben und unter Rühren 4–5 Minuten langsam braten, bis er goldbraun und knusprig ist. Sofort mit einem Schaumlöffel herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Das Knoblauchöl aufbewahren.
Den Knoblauch genau im Auge behalten — er geht sehr schnell von golden zu verbrannt. Ihn etwas früher herausnehmen, als man denkt, dass er fertig ist.
Im gleichen Öl getrocknete halbe gelbe Erbsen oder Sonnenblumenkerne 2–3 Minuten braten, bis sie goldbraun und knusprig sind. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Teeblätter in eine Schüssel geben. Tomaten, Chilis, Erdnüsse, Sesamkörner, getrocknete Garnelen, gebratenen Knoblauch und gebratene Erbsen hinzufügen. Mit Limettensaft, Fischsauce und 1 Esslöffel des aufbewahrten Knoblauchöls beträufeln.
Alles gründlich vermengen — die Teeblätter sollten die anderen Zutaten überziehen. Limette und Fischsauce abschmecken und anpassen. Sofort servieren.
Eingelegte Teeblätter sind in birmanischen, thailändischen oder Online-Spezialitätengeschäften erhältlich — sie sind das unersetzliche Herzstück dieses Gerichts.
Dieses Gericht unmittelbar vor dem Servieren zubereiten — die knusprigen Elemente verlieren schnell ihre Textur.
Das aufbewahrte Knoblauchöl ist golden und aromatisch — alles davon verwenden.
Am Ende salzen und abschmecken — Aromen konzentrieren sich, wenn Flüssigkeiten reduzieren, und eine abschließende Prise Flockensalz schärft das gesamte Gericht.
Geraspelten Kohl oder Kopfsalat für mehr Volumen hinzufügen.
Gebratene Tofuwürfel für eine proteinreiche vegetarische Version einschließen.
Fertig gekaufte knusprige Schalotten verwenden, wenn man keinen eigenen Knoblauch braten möchte.
Vegetarisch: Das Protein gegen geröstete Kräuterseitlinge, geräucherten Tofu oder gekochte Kichererbsen austauschen — Würzung leicht erhöhen zum Ausgleich.
Der Salat sollte sofort gegessen werden. Dressings und knusprige Elemente können im Voraus zubereitet werden, aber erst kurz vor dem Servieren zusammenstellen.
Lahpet (eingelegte Teeblätter) ist seit über tausend Jahren Teil der myanmarischen Kultur. Tee wurde ursprünglich in Südostasien als fermentiertes Gemüselebensmittel konsumiert, lange bevor er in China als Getränk bekannt wurde. Myanmar hielt diese uralte Tradition des Teeblattverzehrs aufrecht, während der Rest der Welt zum Teetrinken überging. Lahpet Thoke wird bei Feiern und als Willkommensgeste für Gäste serviert, und sein Anbieten wird in alten birmanischen Texten als Symbol des Friedens zwischen verfeindeten Königreichen erwähnt.
In birmanischen, thailändischen oder südostasiatischen Lebensmittelgeschäften nach 'Lahpet' suchen. Sie sind auch online über spezialisierte birmanische Lebensmittelimporteure erhältlich. Die eingelegten Teeblätter kommen geölt und gebrauchsfertig.
Es gibt keinen wirklichen Ersatz für fermentierte Teeblätter — der Geschmack ist völlig einzigartig. Wenn nicht erhältlich, kann man mit fein gehacktem, blanchiertem Grünkohl, vermischt mit etwas Limettensaft und Fischsauce als Basis experimentieren, obwohl der Geschmack deutlich anders sein wird.
Ja — die meisten Komponenten können bis zu einem Tag im Voraus zubereitet und getrennt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Vor dem Servieren vorsichtig erwärmen und zusammenstellen, damit die Texturen erhalten bleiben.
Nah an der Rolle bleiben, die jede Zutat spielt: Aromaten durch ähnliche ersetzen (Schalotte statt Zwiebel, Limette statt Zitrone) und das Fett-Säure-Salz-Gleichgewicht beibehalten. Gewürzmischungen können meist mit dem annähernd werden, was im Schrank ist.
Pro Portion · 4 Portionen insgesamt
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