Hafalaab (von 'Hafer', Getreide) ist eine der ältesten Suppen der Liechtensteinischen Küche – eine gehaltvolle, trübe Brühe aus Perlgraupen, geräuchertem Speck und Wurzelgemüse, die Bauern und Arbeiter durch harte Alpenwinter ernährte. Sie ist sättigend, sparsam und äußerst schmackhaft, durch die Gerstenstärke auf natürliche Weise eingedickt.
Dient 6
In einem großen Topf bei mittlerer Hitze die Speckwürfel anbraten, bis das Fett ausgetreten und die Ränder knusprig sind. Das Fett nicht abgießen – es aromatisiert die Suppe.
Lauch und Karotten in den Topf geben. Im Speckfett 5 Minuten andünsten, bis sie weich sind.
Die gespülten Perlgraupen hinzugeben und die Brühe angießen. Zum Kochen bringen, dann auf gleichmäßiges Köcheln reduzieren.
Ohne Deckel 40–50 Minuten köcheln lassen, gelegentlich umrühren, bis die Gerste weich ist und die Suppe eine breiartige Konsistenz erreicht hat. Bei zu großer Dicke Wasser hinzufügen.
Mit Salz und reichlich schwarzem Pfeffer abschmecken. In Schüsseln schöpfen und mit frischer Petersilie bestreuen. Mit knusprigem Bergrogenbrot servieren.
Perlgraupen nehmen enorme Flüssigkeitsmengen auf – Brühe bereithalten, um die Suppe zu verdünnen.
Geräucherter Speck ist für das charakteristische Aroma unerlässlich; nicht durch ungeräucherten ersetzen.
Die Suppe schmeckt am nächsten Tag noch besser, wenn die Gerste weiter gequollen ist.
Salz erst ganz am Ende abschmecken – Aromen konzentrieren sich beim Einkochen; eine letzte Prise Flockensalz schärft das ganze Gericht.
Gewürfelten Knollensellerie für zusätzliche Erdigkeit hinzufügen
Hafergrütze statt Gerste für eine traditionellere 'Hafer'-Variante verwenden
Vegetarisch: Das Fleisch durch gebratene Kräuterseitlinge, geräucherten Tofu oder gekochte Kichererbsen ersetzen – Würzung leicht anpassen.
Schärfer: Eine fein gehackte frische Chili oder einen Teelöffel zerkleinerten Aleppo-/Urfa-Pfeffer zu den Aromaten geben für warme, vielschichtige Schärfe statt eines einzelnen scharfen Treffers.
Im Kühlschrank bis zu 4 Tage haltbar. Beim Erwärmen Brühe hinzufügen, da sie erheblich eindickt.
Hafalaab gehört zur alten Getreidesuppenüberlieferung des Alpinen Rheintals. Bevor Kartoffeln im 18. Jahrhundert ankamen, waren Gerste und Hafer die wichtigsten Grundnahrungsmittel. Die Suppe wird noch heute in ländlichen Haushalten Liechtensteins gegessen und bei traditionellen Bauernjahrmärkten serviert.
Ja – Gemüsebrühe verwenden und den Speck durch einen Esslöffel geräuchertes Paprikapulver und etwas Olivenöl für ähnliche Tiefe ersetzen.
Traditionelles Hafalaab ist recht dick – eher löffelbar als gießbar. Mit Brühe nach Belieben anpassen.
Ja – die meisten Komponenten können bis zu einem Tag im Voraus zubereitet und getrennt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Vor dem Servieren vorsichtig erhitzen und anrichten, damit die Texturen erhalten bleiben.
Bleiben Sie nah an der Funktion jeder Zutat: Aromatische Zutaten durch ähnliche ersetzen (Schalotten für Zwiebeln, Limette für Zitrone) und das Fett-Säure-Salz-Gleichgewicht erhalten. Gewürzmischungen lassen sich meist mit vorhandenen Vorratsgewürzen annähern.
Pro Portion (380g) · 6 Portionen insgesamt
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