
Geröstete grobe Maisgrieß-Plätzchen aus dem Rheintal — mit Apfelmus oder Zucker serviert.
Ribel ist der uralte Grundnahrungsbrei-gewordene-Pfannkuchen des alpinen Rheintals, geteilt zwischen Liechtenstein und Vorarlberg. Grober Maisgrieß wird in Milch zu einem steifen Brei gekocht, dann 'geribelt' (zerkrümelt) in eine trockene Pfanne gegeben und in Butter goldbraun und außen leicht knusprig geröstet. Zum Frühstück mit Apfelmus und Zucker gegessen, ist es Wohlfühlessen mit jahrhundertelanger Geschichte.
Dient 4
Milch und Salz in einem schweren Topf zum Köcheln bringen. Polenta in einem dünnen Strahl einrühren. Bei mittlerer bis niedriger Hitze unter ständigem Rühren 15–20 Minuten kochen, bis der Brei sehr dick ist und sich von den Seiten löst.
Den Brei auf einem Tablett oder Teller verteilen und 10 Minuten abkühlen und fest werden lassen. Wenn fest, mit den Fingern in raue, unregelmäßige Stücke zerkrümeln — das ist das 'Ribeln'.
Butter in einer großen schweren Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen. Die gekrümelten Ribel in gleichmäßiger Schicht zugeben. 3–4 Minuten ohne Rühren braten, bis sich am Boden eine goldene Kruste bildet, dann wenden und wiederholen.
Der Ribel ist fertig, wenn er außen goldbraun und leicht knusprig, innen aber noch weich ist. Mit etwas extra Salz würzen.
Neben warmem Apfelmus und einer Prise Zucker anrichten, oder mit Sauerrahm und Beeren. Auch hervorragend mit Café au Lait.
Den gröbsten Polenta verwenden, den man finden kann — fein gemahlener Polenta ergibt ein matschiges Ergebnis.
Das Rösten nicht überstürzen — Geduld verleiht die charakteristische goldene Kruste.
Ribel eignet sich auch hervorragend als Beilage zu gegrillter Wurst.
Salz erst ganz am Ende abschmecken — Aromen konzentrieren sich beim Reduzieren, und eine letzte Prise Flockensalz schärft das gesamte Gericht.
Herzhaft mit Spiegelei und Speck servieren
Geriebenen Käse vor dem Zerkrümeln in den Brei einrühren für ein reichhaltigeres Ergebnis
Vegetarisch: Das Protein durch gebratene Königsausternpilze, geräucherten Tofu oder gekochte Kichererbsen ersetzen — Würzung leicht erhöhen, um den Unterschied auszugleichen.
Schärfer: Eine fein gehackte frische Chili oder einen Teelöffel zerstoßene Aleppo-/Urfa-Pfeffer zu den Aromen geben für warme, vielschichtige Schärfe statt eines einzelnen scharfen Impulses.
Gekochter Ribel hält sich 2 Tage im Kühlschrank. Vor dem Servieren in Butter neu rösten.
Ribel war jahrhundertelang die tägliche Nahrung der Rheintal-Bauern. Mais gelangte im 17. Jahrhundert über Venedig in die Alpen und wurde schnell zum Grundgetreide armer Bauerngemeinschaften. Heute ist Ribel eine gefeierte lokale Spezialität und wird bei traditionellen Festen in Liechtenstein und Vorarlberg serviert.
Ja — Ribelmais ist eine spezifische alte alpine Maissorte, gröber und aromatischer als Standard-Polenta. Normaler grober Polenta ist ein guter Ersatz.
Auf jeden Fall — er wird traditionell mit Schmorgerichten oder als Beilage zu liechtensteinischen Würsten serviert.
Ja — die meisten Komponenten können bis zu einem Tag im Voraus zubereitet und separat gekühlt werden. Kurz vor dem Servieren sanft erwärmen und zusammenstellen, damit die Texturen erhalten bleiben.
Nah an der Rolle bleiben, die jede Zutat spielt: Aromen durch ähnliche ersetzen (Schalotte für Zwiebel, Limette für Zitrone) und das Gleichgewicht aus Fett, Säure und Salz beibehalten. Gewürzmischungen lassen sich meist mit dem annähern, was im Vorratsschrank steht.
Pro Portion (280g) · 4 Portionen insgesamt
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