
Zarte Kohlblätter gefüllt mit einer gewürzten Schweinefleisch-Reis-Mischung, langsam in Tomatensauce gegart. Das ultimative rumänische Wohlfühlessen.
Sarmale gelten als die Krönung der rumänischen Küche und sind ein absolutes Grundnahrungsmittel auf jedem Feiertagstisch, besonders zu Weihnachten und Ostern. Das Gericht hat Wurzeln im osmanischen kulinarischen Einfluss, wobei das Wort 'Sarmale' vom türkischen 'Sarma' abstammt, was 'eingewickelte Sache' bedeutet. Rumänische Großmütter verbringen Stunden damit, jedes Päckchen sorgfältig zu rollen und sie dann stundenlang langsam zu garen, bis die Aromen zu etwas Außergewöhnlichem verschmelzen. Das Hinzufügen von geräuchertem Schweinefleisch oder Speck in den Kochtopf gibt den Rouladen eine charakteristische Tiefe, die rumänische Sarmale von anderen osteuropäischen Varianten unterscheidet.
Dient 8
Die fermentierten Kohlblätter vorsichtig ablösen und dabei intakt halten. Bei Verwendung von frischem Kohl ganze Blätter 2–3 Minuten in gesalzenem kochendem Wasser blanchieren, bis sie biegsam sind, dann in Eiswasser abkühlen. Dicke Mittelrippen entfernen. Übrig gebliebene Kohlstücke fein hacken und zum Schichten beiseite stellen.
Die gewürfelten Zwiebeln bei mittlerer Hitze in Sonnenblumenöl etwa 8 Minuten weich und goldbraun dünsten. Leicht abkühlen lassen. Schweinehackfleisch, Reis, gedünstete Zwiebeln, Paprika, Thymian, getrockneten Dill, Salz und schwarzen Pfeffer in einer großen Schüssel vermengen. Mit den Händen gut durchkneten, bis die Masse gleichmäßig ist.
Ein Kohlblatt flach auf der Arbeitsfläche ausbreiten. 2–3 Esslöffel Füllung nahe der Basis des Blattes platzieren. Die Seiten nach innen falten, dann fest von der Basis nach oben rollen und dabei die Seiten einfalten zum Versiegeln. Wiederholen, bis die gesamte Füllung aufgebraucht ist.
Die geräucherten Schweinerippchen oder den Speck auf den Boden eines großen schweren Topfes legen. Die Hälfte des gehackten Kohls über das Fleisch verteilen. Die Sarmale fest in Schichten anordnen, mit der Nahtseite nach unten. Mit dem restlichen gehackten Kohl bedecken. Die pürierten Tomaten mit Tomatenmark mischen und über die Oberseite gießen. Genug Lake oder Wasser hinzufügen, um sie fast zu bedecken.
Zum sanften Kochen bringen, dann auf die niedrigste Stufe reduzieren. Abgedeckt 2,5–3 Stunden köcheln, gelegentlich die Rouladen sanft andrücken und bei Bedarf einen Schuss Wasser hinzufügen. Die Sarmale sind fertig, wenn der Reis vollständig gegart und der Kohl vollständig weich ist.
Vom Herd nehmen und 20 Minuten ruhen lassen, bevor serviert wird. Die Sarmale mit einem Löffel der Kochsauce, einem Klecks Sauerrahm und einem großzügigen Sprinkle frischem Dill anrichten. Mit frisch gemachter Mămăligă als Beilage servieren.
Fermentierter Kohl verleiht den besten Geschmack — in osteuropäischen Lebensmittelgeschäften finden.
Sarmale einen Tag im Voraus zubereiten; am nächsten Tag aufgewärmt schmecken sie noch besser.
Eine Mischung aus Schweine- und Rindfleisch für ein leicht anderes Geschmacksprofil verwenden.
Die Rouladen mit einem schweren Teller im Topf beschweren, damit sie sich nicht aufrollen.
Moldauischer Stil: Geräucherten Paprika und mehr Tomate für eine reichhaltigere Sauce hinzufügen.
Vegetarisch: Fleisch durch Pilze, Möhren und Walnüsse ersetzen.
Weinblatt-Version: Im Sommer eingelegte Weinblätter für eine zarteren Wickel verwenden.
Schärfer: Eine fein gehackte frische Chili oder einen Teelöffel zerdrückten Aleppo-/Urfa-Pfeffer zu den Aromaten geben für warme, geschichtete Schärfe statt einem einzigen scharfen Stich.
Abgedeckt bis zu 5 Tage im Kühlschrank aufbewahren. Bis zu 3 Monate in luftdichten Behältern mit etwas Kochflüssigkeit einfrieren.
Sarmale kam durch osmanischen Einfluss im 14.–18. Jahrhundert in die rumänische Küche und wurde so tief in der Kultur verankert, dass sie heute als Rumäniens Nationalgericht gilt. Jede Region — Siebenbürgen, Moldau, Walachei — hat ihre eigene leichte Variation.
Ja — frische Kohlblätter 2–3 Minuten blanchieren. Der Geschmack wird milder, aber dennoch köstlich.
Die Rouladen müssen eng im Topf verpackt sein, damit sie beim Kochen ihre Form behalten.
Ja — die meisten Komponenten können bis zu einem Tag im Voraus zubereitet und getrennt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Vor dem Servieren vorsichtig erwärmen und zusammenstellen, damit die Texturen erhalten bleiben.
Nah an der Rolle bleiben, die jede Zutat spielt: Aromaten durch ähnliche ersetzen (Schalotte statt Zwiebel, Limette statt Zitrone) und das Fett-Säure-Salz-Gleichgewicht beibehalten. Gewürzmischungen können meist mit dem annähernd werden, was im Schrank ist.
Pro Portion (320g) · 8 Portionen insgesamt
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