
Weiche, auf der Zunge zerschmelzende Fleischpastetchen, gebunden mit Kichererbsen und aromatischen Gewürzen — ein Klassiker aus der Mogulzeit, bei pakistanischen Festtafeln nicht wegzudenken.
Shami Kebab ist der Edelmann unter den Kebabs: weiche, feinkörnige Pastetchen, zubereitet durch Schmoren von Fleisch mit Kichererbsen und ganzen Gewürzen, anschließendes Feinmahlen und Anbraten. Die Kichererbsen (Chana Dal) sind die magische Bindung — sie garen sich ins Fleisch ein und erzeugen eine seidig-streichfähige Textur, die mit reinem Hackfleisch unmöglich zu erreichen ist. Sie sind ein fester Bestandteil pakistanischer Eid-Tafeln und Teezeitsnacks.
Dient 6
Rindfleisch, abgetropftes Chana Dal, Zwiebel, Ingwer-Knoblauch, alle ganzen Gewürze, Salz und Wasser in einem Topf vermengen. Zugedeckt 60 Min. köcheln, bis Fleisch und Dal vollständig weich und das Wasser größtenteils verdampft sind.
Aufdecken und bei hoher Hitze kochen, bis restliches Wasser verdampft — die Mischung muss trocken sein, um richtig gemahlen zu werden.
Vollständig abkühlen lassen. Sichtbare ganze Gewürzkapseln entfernen. In einer Küchenmaschine zu einer glatten Paste mahlen.
Fein gehackte Zwiebel, grüne Chili und Kräuter untermengen. Salz abschmecken.
Hände anfeuchten. Eine kleine Kugel der Masse nehmen, zu einem 6 cm breiten Pastetchen flachdrücken. 16–18 Pastetchen formen.
Ghee in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Ei in einer flachen Schüssel aufschlagen. Jedes Pastetchen kurz ins Ei tauchen, dann im Ghee 2 Min. pro Seite goldbraun braten.
Auf Küchenpapier abtropfen lassen. Heiß mit Minzchutney, Zwiebelscheiben und Zitrone servieren. Mit Naan essen oder als Teezeitsnack genießen.
Die Mischung muss VOR dem Mahlen trocken sein — nasse Mischung hält nicht zusammen.
Doppelte Menge zubereiten und einfrieren: so hat man immer einen schnellen Teezeitsnack.
Lamm-Shami — gleiches Rezept mit Lammschulter
Hähnchen-Shami — Schmorzeit auf 35 Min. reduzieren
Jeden Kebab mit einer Prise gehackter Zwiebel und Minze füllen für zusätzlichen Biss
Rohe Kebabs bis zu 3 Tage im Kühlschrank. Rohe Kebabs bis zu 2 Monate einfrieren — gefroren braten.
Shami Kebabs entstammen den Mogulküchen Delhis und Awadhs im 17. Jahrhundert. Die Legende: Ein zahnloser Nawab von Lucknow forderte Kebabs, die er ohne Kauen essen konnte, und die königlichen Köche erfanden Shamis charakteristische, auf der Zunge zerschmelzende Textur. Das Wort 'Shami' kommt von Sham (Damaskus), was auf eine levantinische Herkunft hindeutet.
Der Mixer fügt Flüssigkeit hinzu und beeinträchtigt die Textur. Eine Küchenmaschine mit Pulsbetrieb erzeugt die richtige, pastenartig gebundene Konsistenz.
Ja, aber die goldene, knusprige Hülle fehlt. Die Pastetchen halten trotzdem zusammen, wenn sie richtig zubereitet wurden.
Pro Portion · 6 Portionen insgesamt
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