
Ein wunderbar geflochtenes, goldenes Süßbrot gefüllt mit Walnüssen, Kakao und Rum — das Herzstück jedes rumänischen Festtisches.
Cozonac ist das große rumänische Feiertagsbrot, das zu Weihnachten, Ostern und wichtigen Familienanlässen gebacken wird. Der Teig ist reich an Eiern, Butter und Milch, und die Füllung aus gemahlenen Walnüssen, Kakao, Zucker und Rum erzeugt einen wirbelnden, aromatischen Kern, der beim Backen das ganze Haus durchduftet. Cozonac herzustellen ist eine Liebesarbeit — der Teig muss 30–45 Minuten lang kräftig von Hand geknetet werden, bis sich die Glutenstruktur entwickelt, die für seine charakteristische fluffige, auseinanderfallende Krume nötig ist. Rumänische Familien sind stolz auf ihre Cozonac-Rezepte und geben sie über Generationen hinweg mit handschriftlichen Notizen in den Rändern weiter.
Dient 12
Milch auf 37°C erwärmen. 1 Esslöffel Zucker einrühren und frische Hefe hineinbröckeln. Rühren und 10 Minuten stehen lassen, bis es schäumt. Bei Trockenhefe direkt unter das Mehl mischen.
4 Eier mit dem restlichen Zucker schlagen, bis die Mischung hell ist. Vanille und Zitronenschale einrühren. Mehl, Salz, Hefegemisch und Eigemisch in eine große Schüssel geben. Mischen, bis ein struppiger Teig entsteht, dann auf bemehlter Arbeitsfläche 30–40 Minuten kräftig kneten, dabei nach und nach die erweichte Butter einarbeiten, bis der Teig glatt, glänzend und elastisch ist.
Teig zu einer Kugel formen, in eine leicht geölte Schüssel geben, mit einem sauberen Küchentuch abdecken und an einem warmen Ort 1,5–2 Stunden garen lassen, bis die Größe sich verdoppelt.
Gemahlene Walnüsse, Kakaopulver, Füllungszucker, Rum und warme Milch in eine Schüssel geben. Mischen, bis eine streichfähige Paste entsteht. Kosten und Süße oder Rum nach Geschmack anpassen.
Teig halbieren (für zwei Laibe). Jede Hälfte auf bemehlter Fläche zu einem dünnen Rechteck ausrollen. Füllung gleichmäßig ausstreichen, 2 cm Rand lassen. Fest aufrollen wie eine Schweizer Rolle, dann die Rolle auf sich selbst drehen und in eine gefettete Kastenform geben. Mit zweitem Laib wiederholen. Abdecken und 30–45 Minuten garen lassen.
Ofen auf 175°C vorheizen. Oberseiten mit Eierbelag bestreichen (Eigelb + Milch). 45–55 Minuten backen, bis tief goldbraun. Lockere Alufolie drüberlegen, wenn die Oberseite zu schnell braun wird. Ein in die Mitte gestecktes Schaschlikspießchen sollte sauber herauskommen.
Aus dem Ofen nehmen und 15 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann auf einem Gitter stürzen. Vollständig abkühlen lassen vor dem Schneiden — das setzt die Krume richtig.
Alle Zutaten müssen Zimmertemperatur haben, damit die Hefe arbeitet.
Das Kneten ist entscheidend — der Teig muss die Fensterglastest bestehen, bevor er gärt.
Cozonac in einer tiefen Kastenform backen; die hohen Seiten unterstützen den Aufgang.
Nicht schneiden, bis es ganz erkaltet ist — das Innere wird gummiig, wenn es heiß geschnitten wird.
Türkische Freude und zerkleinerte Pistazien als Füllung statt Walnuss-Kakao.
Mohnsamenfüllung mit Zitronenschale und Honig.
Mini-Cozonac-Rollen für einzelne Portionen beim Osterbrunch.
Vegetarisch: Protein durch gebratene Königs-Austernnpilze, geräucherter Tofu oder gekochte Kichererbsen ersetzen — Würzung leicht erhöhen als Ausgleich.
In ein sauberes Küchentuch wickeln und bis zu 4 Tage bei Raumtemperatur lagern. Geschnittene Stücke bis zu 2 Monate einfrieren.
Cozonac hat griechische und byzantinische kulinarische Wurzeln, verwandt mit dem griechischen Tsoureki. Es kam durch Handel und kulturellen Austausch in die rumänischen Fürstentümer und wurde tiefgreifend als Symbol von Feier und Überfluss verankert.
Ja — den Knethaken auf mittlerer Geschwindigkeit 15–20 Minuten nutzen. Handkneten gilt jedoch als traditioneller und gibt besseres Gefühl.
Wahrscheinlich untergebacken oder die Ofentür wurde zu früh geöffnet. Ein Thermometer nutzen — interne Temperatur sollte 90°C erreichen.
Ja — die meisten Komponenten können bis einen Tag vorher zubereitet und getrennt gekühlt werden. Vor Gebrauch sanft aufwärmen und kurz vor dem Servieren zusammensetzen, damit Texturen unterschiedlich bleiben.
Nah bei der Rolle jeder Zutat bleiben: ähnliche Aromaten austauschen (Schalotte statt Zwiebel, Limette statt Zitrone) und Fett-Säure-Salz-Verhältnis halten. Gewürzmischungen können normalerweise mit Schrankinventar angenähert werden.
Pro Portion (120g) · 12 Portionen insgesamt
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