Kleinur sind das beliebte Schmalzgebäck der Färöer (und des gesamten skandinavischen Raums), aus einem kardamomduftenden Teig, der in Rautenformen geschnitten, eingekerbt und durch sich selbst gedreht wird, bevor er frittiert wird. Sie werden mit Puderzucker bestäubt und warm mit Kaffee gegessen — ein fester Bestandteil jedes färöischen Festes und jeder alltäglichen Kaffeepause.
Dient 24
Mehl, Zucker, Kardamom und Backpulver verquirlen. Buttermilch und 2 verquirlte Eier zugeben; zu einem weichen, leicht klebrigen Teig verarbeiten. In Folie wickeln und 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
Auf bemehlter Fläche den Teig 5 mm dünn ausrollen. In 10×5 cm große Rechtecke schneiden, dann einen 4 cm langen Schlitz längs in die Mitte jedes Stücks schneiden.
Ein Ende jedes Stücks durch den mittleren Schlitz ziehen, um die klassische verdrehte Knotenform zu erzeugen.
Öl auf 175 °C erhitzen. Kleinur portionsweise zu je 4–5 Stück 2–3 Minuten pro Seite frittieren, bis sie tiefgolden sind. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Noch warm großzügig mit Puderzucker bestäuben. Sofort mit starkem Kaffee oder heißer Schokolade servieren.
Öltemperatur konstant halten — zu kalt und sie saugen Fett; zu heiß und sie bräunen außen, bevor sie durchgebacken sind.
Den Teig gut kühlen für sauberere Schnitte und bessere Form.
Kardamom ist unverzichtbar — er definiert den Geschmack.
Trockene Zutaten auf einer Waage abwiegen statt Tassen zu verwenden — Gramm entscheiden zwischen zartem und zähem Gebäck.
Eine Prise Zimt für zusätzliche Wärme hinzufügen
In geschmolzene Schokolade statt Puderzucker tauchen
Vegetarisch: Das Protein durch gebratene Königsausternpilze, geräucherten Tofu oder gekochte Kichererbsen ersetzen — Würzung leicht erhöhen, um den Unterschied auszugleichen.
Schärfer: Eine fein gehackte frische Chili oder einen Teelöffel zerstoßene Aleppo-/Urfa-Pfeffer zu den Aromen geben für warme, vielschichtige Schärfe statt eines einzelnen scharfen Impulses.
Am besten am selben Tag genießen. In einem luftdichten Behälter bis zu 2 Tage aufbewahren; kurz bei 160 °C im Ofen wieder knusprig machen.
Kleinur kamen mit den nordischen Siedlern auf die Färöer und verbreiteten sich in ganz Skandinavien. Der Name stammt vom altnordischen 'kleina', was ein Keil oder kleines Stück bedeutet. Sie werden besonders mit Weihnachten und dem traditionellen färöischen Kaffeetisch verbunden.
Man kann bei 190 °C 12 Minuten backen, aber sie werden weniger knusprig sein und die Textur weicht deutlich von der traditionellen Version ab.
Das Ruhen entspannt das Gluten, macht den Teig leichter ausrollbar und verhindert, dass die Kleinur beim Schneiden zurückspringen.
Ja — die meisten Komponenten können bis zu einem Tag im Voraus zubereitet und separat gekühlt werden. Kurz vor dem Servieren sanft erwärmen und zusammenstellen, damit die Texturen erhalten bleiben.
Nah an der Rolle bleiben, die jede Zutat spielt: Aromen durch ähnliche ersetzen (Schalotte für Zwiebel, Limette für Zitrone) und das Gleichgewicht aus Fett, Säure und Salz beibehalten. Gewürzmischungen lassen sich meist mit dem annähern, was im Vorratsschrank steht.
Pro Portion (55g) · 24 Portionen insgesamt
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