
Leuchtend-pinke litauische kalte Rote-Bete-Suppe mit intensiver Magentafarbe, gekühlt serviert mit heißen gekochten Kartoffeln.
Šaltibarščiai — wörtlich 'kalter Borschtsch' — ist eine beliebte litauische Sommerspezialität, die in den warmen Monaten auf jedem Tisch zu finden ist. Die leuchtend rosa Suppe wird aus Kefir oder Buttermilch zubereitet, gemischt mit geriebenem eingelegtem oder gekochtem Rote Bete, Gurke, Frühlingszwiebel und Dill. Ihre erfrischende Säure ist das perfekte Gegenmittel gegen die Sommerhitze. Die Tradition, kalte Suppe neben heißen gekochten Kartoffeln zu servieren, erzeugt einen spielerischen Kontrast, der typisch litauisch ist.
Dient 4
In einer großen Schüssel Kefir, Salz, Zucker und Zitronensaft glatt verrühren.
Geriebene Rote Bete, Gurke, Frühlingszwiebel und Dill unterrühren. Die Suppe nimmt eine leuchtend magentafarbene Farbe an.
Mindestens 1 Stunde vor dem Servieren im Kühlschrank kalt stellen.
In Schüsseln schöpfen, jede Portion mit einem halbierten hart gekochten Ei garnieren und mit heißen Salzkartoffeln servieren.
Vollfettkefir für eine reichhaltigere, cremigere Textur verwenden.
Rote Bete grob reiben für mehr Biss in der Suppe.
Säure nach Belieben mit extra Zitronensaft oder einem Schuss Einlegeflüssigkeit der Roten Bete anpassen.
Salz ganz am Ende abschmecken — Aromen konzentrieren sich beim Reduzieren der Flüssigkeit, eine letzte Prise Flockensalz bringt das ganze Gericht in Schwung.
Einen Klecks saure Sahne für mehr Reichhaltigkeit hinzufügen.
Geriebenen Meerrettich für eine würzige Note einarbeiten.
Vegetarisch: das Eiweiß durch gebratene Kräuterseitlinge, geräucherten Tofu oder gekochte Kichererbsen ersetzen — Würzung leicht erhöhen zum Ausgleich.
Schärfer: eine fein gehackte frische Chilischote oder einen Teelöffel zerdrückten Aleppo-/Urfa-Pfeffer zu den Würzzutaten geben für warme, vielschichtige Schärfe statt eines einzelnen scharfen Stichflammen-Effekts.
Suppe abgedeckt bis zu 2 Tage im Kühlschrank aufbewahren. Vor dem Servieren umrühren, da sie sich absetzen kann.
Šaltibarščiai wird in Litauen mindestens seit dem 19. Jahrhundert genossen. Historisch wurde sie im Sommer zubereitet, wenn frisches Gartengemüse reichlich vorhanden war und eine warme Mahlzeit unerwünscht schien.
Ja, aber zuerst garen — entweder rösten oder kochen — da rohe Rote Bete einen herben, erdigen Geschmack hat.
Der heiß-kalt-Kontrast ist ein traditionelles und beliebtes Merkmal; die Kartoffel macht die Mahlzeit außerdem sättigender.
Ja — die meisten Zutaten können bis zu einem Tag im Voraus vorbereitet und separat im Kühlschrank aufbewahrt werden. Vor dem Servieren vorsichtig erwärmen und kurz vor dem Anrichten zusammenstellen, damit die Texturen erhalten bleiben.
Möglichst nah an der Funktion der jeweiligen Zutat bleiben: Aromaten durch ähnliche ersetzen (Schalotte statt Zwiebel, Limette statt Zitrone) und das Gleichgewicht aus Fett, Säure und Salz wahren. Gewürzmischungen lassen sich meist mit Vorräten aus der Küche annähern.
Pro Portion (400g) · 4 Portionen insgesamt
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