
Grönlands Nationalgericht — eine nahrhafte Suppe aus Robben- oder Walfleisch mit Reis und Zwiebel.
Suaasat ist die Seele der grönländischen Küche: eine einfache, wärmende Brühe aus allem, was an arktischem Wild verfügbar ist — traditionell Ringelrobbe, Zwergwal, Rentier oder Seevögel — mit Reis, Zwiebel und Lorbeerblatt geköchelt. Der Geschmack ist klar, leicht salzig und tief befriedigend im rauen arktischen Klima.
Dient 4
Fleisch, Zwiebel und Lorbeerblätter in einen großen Topf geben. Mit kaltem Wasser bedecken, zum Kochen bringen und Schaum gründlich abschöpfen.
Hitze auf sanftes Köcheln reduzieren. Ohne Deckel 60–75 Minuten kochen, bis das Fleisch sehr zart und die Brühe aromatisch ist.
Reis direkt in die Brühe geben. Weitere 18–20 Minuten köcheln, bis der Reis gar ist und die Brühe leicht eingedickt hat.
Lorbeerblätter entfernen. Großzügig mit Salz und etwas schwarzem Pfeffer würzen. Nach Wunsch ein kleines Stück Butter für Reichhaltigkeit zugeben.
In tiefe Schüsseln schöpfen. Traditionell mit Knäckebrot oder Fladenbrot gegessen.
In den ersten 10 Minuten den Schaum sorgfältig abschöpfen für eine klare, saubere Brühe.
Bei Verwendung von Robbenfleisch dieses zuvor 30 Minuten in kaltem Wasser einweichen, um den Wildgeschmack abzumildern.
Das Gericht ist bewusst einfach — der Versuchung widerstehen, zu viele Gewürze hinzuzufügen.
Salz erst ganz am Ende abschmecken — Aromen konzentrieren sich beim Reduzieren, und eine letzte Prise Flockensalz schärft das gesamte Gericht.
Rentier oder Rindfleisch verwenden, falls Robbe nicht erhältlich ist
Gewürfelte Kartoffel statt Reis für eine sättigendere Version verwenden
Vegetarisch: Das Protein durch gebratene Königsausternpilze, geräucherten Tofu oder gekochte Kichererbsen ersetzen — Würzung leicht erhöhen, um den Unterschied auszugleichen.
Schärfer: Eine fein gehackte frische Chili oder einen Teelöffel zerstoßene Aleppo-/Urfa-Pfeffer zu den Aromen geben für warme, vielschichtige Schärfe statt eines einzelnen scharfen Impulses.
Bis zu 3 Tage kühlen. Die Brühe verdickt beim Kühlen; beim Erwärmen einen Schluck Wasser zugeben.
Suaasat wird in Grönland seit Tausenden von Jahren gegessen, noch vor dem europäischen Kontakt. Es ernährte Inuit-Jäger durch lange arktische Winter und ist bis heute eine Quelle nationalen Stolzes und kultureller Identität.
Es ist in vielen Ländern eingeschränkt. Rentier, Wild oder sogar Lamm bieten ein annehmbares Ersatzgeschmacksprofil.
Suaasat steht für den Einfallsreichtum und die Verbundenheit mit Land und Meer, die die grönländische Kultur ausmacht — das Nutzen dessen, was die Arktis bietet.
Ja — die meisten Komponenten können bis zu einem Tag im Voraus zubereitet und separat gekühlt werden. Kurz vor dem Servieren sanft erwärmen und zusammenstellen, damit die Texturen erhalten bleiben.
Nah an der Rolle bleiben, die jede Zutat spielt: Aromen durch ähnliche ersetzen (Schalotte für Zwiebel, Limette für Zitrone) und das Gleichgewicht aus Fett, Säure und Salz beibehalten. Gewürzmischungen lassen sich meist mit dem annähern, was im Vorratsschrank steht.
Pro Portion (400g) · 4 Portionen insgesamt
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