
Brasiliens Nationalgericht — ein herzhafter schwarzer Bohneneintopf, langsam mit Schweinerippchen, geräucherter Wurst und gepökeltem Fleisch gegart, serviert mit Reis, Farofa, Orangen und Grünkohl.
Feijoada ist Brasiliens ikonischstes Gericht und die kulinarische Seele des Landes — ein tief aromatischer schwarzer Bohneneintopf aus Schweinefleisch in all seinen Formen. Jede brasilianische Familie hat ihre eigene Version. Traditionell samstags gegessen, ist Feijoada ein gesellschaftliches Ritual: der Topf köchelt stundenlang, während Familie und Freunde zusammenkommen, Caipirinhas trinken und warten. Die Beilagen sind genauso wichtig wie der Eintopf selbst — gedämpfter weißer Reis, Farofa (geröstetes Maniokmehl), gedünstete Grünkohlblätter, Orangenscheiben und scharfe Soße.
Dient 8
Öl in einem großen schweren Topf erhitzen. Zwiebeln hinzufügen, 10 Minuten goldbraun garen. Knoblauch hinzufügen, 2 Minuten garen.
Schweinerippchen, Schweineschulter und Speck hinzufügen. Rundherum anbraten, etwa 8 Minuten. Wurstscheiben hinzufügen.
Eingeweichte Bohnen abtropfen lassen. In den Topf geben. Mit Wasser bedecken (etwa 2 Liter). Lorbeerblätter, Kreuzkümmel hinzufügen.
Aufkochen. Schaum abschöpfen. Auf schwaches Köcheln reduzieren. 2,5 Stunden offen garen, gelegentlich rühren, bis die Bohnen sehr weich und die Brühe dick und dunkel ist. Bei Bedarf Wasser hinzufügen.
Die Bohnen sollten sich zwischen den Fingern leicht zerdrücken lassen — sehr weich. Harte Bohnen verderben die Feijoada.
Eine Kelle Bohnen gegen den Topfrand zerdrücken, um zu verdicken. Großzügig mit Salz und Pfeffer würzen. Der Eintopf sollte dick, reichhaltig und tief herzhaft sein.
In der Tischmitte servieren: Schüssel Feijoada, Schüssel weißer Reis, Orangenscheiben, angebratener Grünkohl, Farofa und scharfe Soße getrennt. Jeder Gast stellt sich seinen eigenen Teller zusammen.
Bohnen über Nacht einweichen — das reduziert die Kochzeit und verbessert die Verdaulichkeit.
Die Orangenscheiben sind kein Garnierung — die Säure schneidet durch die Reichhaltigkeit des Schweine- und Bohnenfleisches und ist unverzichtbar.
Ein Schnellkochtopf reduziert die Kochzeit auf 45 Minuten — gleich köstlich.
Vegetarische Feijoada: schwarze Bohnen mit geräuchertem Paprika, Pilzen und Kochbanane verwenden.
Traditionelle Feijoada enthält ungewöhnlichere Fleischstücke — Schweineohren, -füße, -schwanz. Abenteurlustige sollten es probieren.
Bis zu 5 Tage gekühlt aufbewahren. Am nächsten Tag deutlich besser — eine Samstags-Feijoada am Sonntag gegessen ist besser. Bis zu 3 Monate einfrieren.
Der populäre Ursprungsmythos der Feijoada — dass sie von afrikanischen Sklaven aus Schweineabfällen geschaffen wurde, die von Sklavenhaltern weggeworfen wurden — wurde von Historikern weitgehend widerlegt. Bohneneintöpfe waren in Portugal und ganz Südamerika vor der Sklaverei verbreitet. Wahr ist: versklavte Afrikaner haben das Gericht transformiert und populär gemacht. Der Feijoada-Samstag wurde im frühen 20. Jahrhundert zu einer São-Paulo-Institution und verbreitete sich als Brasiliens Nationalgericht.
Farofa ist Maniokmehl (Farinha de Mandioca), in Butter mit Zwiebeln, Knoblauch und manchmal Speck geröstet. Es wird über Feijoada und Reis gestreut, um Knusprigkeit hinzuzufügen und die reichhaltige Soße aufzusaugen. Unverzichtbare Beilage.
Pro Portion (400g) · 8 Portionen insgesamt
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