
Tränenförmige Hühnchen-Kroketten mit Frischkäsefüllung, umhüllt von goldenen Semmelbröseln — Brasiliens beliebtester Snack.
Coxinha — Portugiesisch für 'kleiner Oberschenkel' — ist Brasiliens beliebtester salgado (herzhafter Snack), eine trichterförmige Krokettenfüllung mit zerkleinertem gewürztem Hühnchen und cremigem Catupiry (brasilischer Frischkäse), eingehüllt in einen glatten Teig aus Kartoffeln und Mehl, dann paniert und frittiert bis zu einer knusprigen, goldenen Kruste. Sie werden in jeder Padaria (Bäckerei), Lanchonete (Imbiss), auf Straßenfesten und Geburtstagsfeiern von Belém bis Porto Alegre verkauft. Die Herkunftsgeschichte ist typisch brasilianisch — aus Not gemacht elegant. Die Form ahmt ein Hühnchenschenkel (coxinha = kleiner Oberschenkel) nach, und laut brasilianischer Kochkunst wurde sie im 19. Jahrhundert für einen São Paulo-Adeligen geschaffen, der Hühnchenschenkel verlangte, aber nur den Hals bekam. Der Koch improvisierte, indem er das Halsfleisch mahlte, in Teig wickelte und die Oberschenkelform formte. Ob wahr oder nicht, die Geschichte spiegelt den brasilianischen Geist von Improvisation und Kreativität wider. Die Zubereitung von Coxinha zu Hause ist ein Wochenendprojekt, das jede Minute wert ist: Der Teig lässt sich schnell herstellen, die Füllung ist einfach und aromatisch mit Catupiry und Gewürzen, und das finale Frittieren ergibt etwas so warmes und knuspriges, dass die Leute sie direkt aus der Pfanne mit verbrannten Fingern und ohne Reue essen werden. Servieren Sie sie mit scharfer Malagueta-Soße für das volle brasilianische Erlebnis.
Dient 20
Zwiebel und Knoblauch in Öl anbraten, bis sie weich sind. Tomatenmark hinzufügen, 2 Minuten kochen. Zerkleinertes Hühnchen und Petersilie hinzufügen. Mit Salz würzen. Vom Herd nehmen. Mit Catupiry verrühren, bis alles verbunden ist. Abkühlen lassen.
Brühe, Wasser, Butter und Salz zum Kochen bringen. Das gesamte Mehl auf einmal hinzufügen und kräftig mit einem Holzlöffel rühren, bis der Teig sich von den Seiten löst. Abkühlen lassen, bis er handhabbar ist (warm, nicht heiß).
Der Teig sollte glatt und geschmeidig sein, nicht klebrig. Falls er zu klebrig ist, jeweils 1 EL Mehl hinzufügen.
Ein Stück Teig in golfballgroßer Größe nehmen, in der Hand flach drücken. Einen Teelöffel Füllung in die Mitte geben. Den Teig um die Füllung schließen und die Naht zusammendrücken, um sie zu versiegeln. In eine Tränenform (breit am Boden, spitz oben — wie ein Hühnchenschenkel) formen.
Die Naht vollständig zusammendrücken — jede Lücke lässt Öl beim Frittieren eindringen.
Jede Coxinha in verquirltem Ei wenden, dann in Semmelbröseln rollen. Bei 180°C (350°F) in Chargen von 4–5 Stück 3–4 Minuten frittieren, bis sie tief goldbraun sind. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Der Teig muss sehr glatt geknetet werden — grober Teig reißt beim Formen.
Catupiry-Frischkäse ist die authentische Füllung — Kraft-Käse ist ein guter Ersatz.
Ungekochte Coxinha auf einem Backblech einfrieren, dann in Beutel verpacken und bis zu 3 Monate einfrieren. Aus dem Gefrierfach direkt frittieren, zusätzliche 2 Minuten hinzufügen.
Coxinha de Palmito: gefüllt mit Palmherzen und Catupiry für eine vegetarische Variante.
Coxinha gebacken: mit Ei bestreichen und bei 200°C (400°F) 20 Minuten backen — nicht authentisch, aber viel leichter.
Gekochte Coxinha im Kühlschrank 2 Tage aufbewahren; im Ofen bei 190°C (375°F) 10 Minuten aufwärmen. Ungekochte Coxinha bis zu 3 Monate einfrieren.
Der Ursprung der Coxinha wird einem Koch auf dem Bauernhof der Gräfin Ricarda de Alencastro in São Paulo im 19. Jahrhundert zugeschrieben, der eine Hühnchenschenkel-Alternative für einen Prinzen improvisierte, der nur Hühnchenschenkel aß. Die Geschichte gab dem Snack seinen Namen und seine Form. Im 20. Jahrhundert verbreitete sich Coxinha in jeder Padaria Brasiliens und wurde zum landesweiten salgado (herzhafter Snack).
Catupiry ist ein milder, cremiger brasilianischer Frischkäse mit einem deutlich glatten, leicht säuerlichen Charakter. Philadelphia-Frischkäse ist ein gängiger Ersatz. Die Konsistenz ist ähnlich, der Geschmack unterscheidet sich jedoch leicht.
Das Verhältnis von Mehl zu Flüssigkeit oder die Kochzeit könnten nicht stimmen. Warmes Wasser jeweils 1 EL hinzufügen und kneten, bis er geschmeidig ist. Der Teig sollte die Konsistenz von Knete haben.
Ja — mit Öl einsprühen und bei 190°C (375°F) 12–15 Minuten frittieren, dabei halbzeit wenden. Das Ergebnis ist etwas trockener als beim Frittieren, aber immer noch sehr gut.
Pro Portion (250g) · 20 Portionen insgesamt
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