
Ein dicker, zerrissener und karamellisierter Pfannkuchen mit Rosinen, bestreut mit Puderzucker und mit Zwetschkenröster serviert — Österreichs beliebteste Nachtisch mit königlicher Geschichte.
Kaiserschmarrn (Kaiser's Unsinn oder Kaiser-Durcheinander) ist Österreichs beliebteste Nachtisch: ein dicker, bereichter Pfannkuchen-Teig wird gekocht bis auf der Unterseite gesetzt, dann mit zwei Gabeln in unregelmäßige Stücke zerrissen (das 'Durcheinander') und in Butter und Zucker karamellisiert bis jedes Stück goldene, leicht knusprige Kanten hat. Das Ergebnis ist ein Haufen reicher, fluffiger, leicht karamellisierter Pfannkuchen-Stücke großzügig mit Puderzucker bestreut, serviert mit warmem Zwetschkenröster (Pflaumen-Kompott). Die Legende verbindet das Gericht mit Kaiser Franz Joseph I., der es angeblich versehentlich erschaffen oder es für ihn gemacht haben soll, und die Kombination aus eleganten Name und bewusst chaotischer Präsentation hat Österreicher über 150 Jahre erfreut.
Dient 4
Halbierte und entkernte Pflaumen mit Zucker und einem Esslöffel Wasser 10 Minuten köcheln lassen bis marmeladenhaft. Beiseite stellen.
Eigelbe mit Milch, Mehl, Zucker, Salz und Vanille schlagen bis glatt. Eiweiße zu steifen Gipfeln schlagen. Vorsichtig in die Eigelbmischung falten.
Die geschlagenen Eiweiße erzeugen die charakteristische luftige, fluffige Textur — vorsichtig falten um so viel Volumen wie möglich zu bewahren.
Butter in einer ofensicheren Pfanne schmelzen. Teig ausgießen und Rosinen verteilen. 3 Minuten bei mittlerer Hitze kochen bis auf der Unterseite gesetzt. Zu einem 200°C-Ofen überführen für 8 Minuten bis aufgeblasen und goldbraun. Entfernen und sofort mit zwei Gabeln in unregelmäßige Stücke zerrissen.
Zerrissene Stücke zu einer heißen Pfanne über hoher Hitze zurückbringen. 2 Esslöffel Zucker darüber streuen. 2 Minuten tossen bis Stücke leicht karamellisiert sind. Großzügig mit Puderzucker bestreuen. Sofort mit warmem Zwetschken-Kompott servieren.
Die Eiweiße müssen vorsichtig gefaltet werden — sie zu deflieren produziert ein flaches, dichtes Ergebnis.
Der Zerreißen-Schritt sollte enthusiastisch sein — unregelmäßige Stücke sind authentisch, kein Fehler.
Kaiserschmarrn muss sofort aus der Pfanne serviert werden — es fällt schnell zusammen.
Trockene Zutaten mit einer Waage wiegen statt Becher zu verwenden — Gramm ist der Unterschied zwischen einer zarten und einer zähen Krume.
Apfel-Kompott statt Pflaume ist genauso traditionell.
Manche Rezepte fügen Zitronenschale zum Teig hinzu.
Vegetarisch: das Protein durch gebratene Königs-Austernpilze, geräucherten Tofu oder gekochte Kichererbsen ersetzen — die Würzung leicht erhöhen zum Ausgleich.
Schärfer: frische Chile oder ein Teelöffel zerbröselte Aleppo-/Urfa-Pfeffer zu den Aromaten für warme, mehrschichtige Schärfe statt eines einzigen scharfen Hits hinzufügen.
Kann nicht gelagert werden — zubereiten und sofort servieren.
Kaiserschmarrn-Ursprung ist mit Kaiser Franz Joseph I. legend verbunden, der von 1848 bis 1916 herrschte. Die populärste Version sagt, es wurde versehentlich durch einen Koch erschaffen, der einen Pfannkuchen beim Wenden zerriss, dann die Stücke karamellisiert um es zu retten — und dem Kaiser gefiel es. Eine andere Geschichte sagt, es wurde für Kaiserin Elisabeth (Sisi) gemacht, aber als zu inelegant für ihren Geschmack beurteilt. Was auch immer sein Ursprung, Kaiserschmarrn wurde im 19. Jahrhundert als eine Wiener Spezialität kodifiziert und bleibt Österreichs beliebteste Nachtisch.
Sie können den Teig vollständig auf dem Herd kochen — die Pfanne nach dem Teig-Ausgießen mit einem Deckel abdecken und bei niedriger Hitze 6–8 Minuten köcheln lassen bis vollständig gesetzt. Das Ergebnis ist leicht weniger fluffig aber immer noch ausgezeichnet.
Ja — die meisten Komponenten können bis zu einen Tag im voraus separat zubereitet und gekühlt werden. Vorsichtig aufwärmen und genau vor dem Servieren zusammensetzen, damit die Texturen unterschiedlich bleiben.
Bleiben Sie der Rolle nahe, die jede Zutat spielt: Aromaten durch ähnliche ersetzen (Schalotte für Zwiebel, Limette für Zitrone), und das Fett-Säure-Salz-Gleichgewicht bewahren. Würzmischungen können normalerweise mit dem approximiert werden, was in der Speisekammer ist.
Authentizität liegt auf einem Spektrum — wichtiger ist, die Technik und das Geschmacksgleichgewicht zu ehren. Wenn das Gericht harmonisch schmeckt und respektiert, wie Köche in seiner Heimatregion es aufbauen würden, stehen Sie auf solidem Grund.
Pro Portion (280g) · 4 Portionen insgesamt
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